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Empowerment Wochenende

für B_POC und/oder migrantische & migrantisierte SCHLAUis

Das Wort „Empowerment!“ hören wir heutzutage sehr oft, aber was beinhaltet das? Wir müssen reflektieren: Empowerment von was und zu was, und vor allem wie!

Euch erwartet: ein abwechslungsreiches buntes Programm für Empowerment aus unterschiedlichen Perspektiven!

Input für mehr Output: Der erste Schritt (I): Bevor wir zu Autonomie und Selbstbestimmung gelangen, müssen wir erst lernen unsere Stärken und Potenziale zu erkennen. Hierzu gehört zunächst die Wissensvermittlung und -erweiterung zu den gesellschaftlichen Strukturen, die hinderlich sind und Empowerment vermeiden. Für manche ist das eine Wiederholung, doch ein Schritt von Empowerment ist es auch anderen Teamenden, die noch nicht mit dem ganzen Diskurs vertraut sind,  Erkenntnisse über Diskriminierungen und gesellschaftliche Mechanismen zu vermitteln.

Interaktiv und kreativ: Im zweiten Schritt (II A) wollen wir mit unterschiedlichen Übungen herausfinden, welche tollen Potenziale wir mit unseren besonderen und doch so vernachlässigten und sogar unterdrückten Eigenschaften als B_POC und/oder migrantische oder migrantisierte Personen für die Vielfalt in der Gesellschaft mitbringen. In diesem Teil des Empowerments wollen wir euch leicht kunsttherapeutisch, aber vor allem kreativ und bunt ins Bodypainting (II B) einführen.

Wie eine Queer of Color nach einem Bodypaint-Workshop für spezielle Queers sagte:

„On my Body nothing can be wrong – because I decide what I paint and what this stands for and means for my identity“. „Auf meinem Körper kann nichts verkehrt sein – denn ich entscheide, was ich male, was das für meine Identität bedeutet und wofür es steht“.         

Denn sich als Queers im eigenen Körper wohlzufühlen ist nicht immer einfach – und es wird noch schwieriger, wenn man aufgrund sichtbarer Merkmale wie Hautfarbe, Haar- und Augenfarbe, Augenform oder Kopfbedeckungen als “anders” gelesen und wahrgenommen wird. In einem Safer Space wollen wir uns mit der Kunst auseinandersetzen, den Körper in all seiner Vielfalt als dynamische Leinwand für die Kreativität zu nutzen und die Schönheit der queeren Identitäten und individuellen Körper zum Ausdruck zu bringen. Entdeckt in diesem Workshop mit der professionellen Bodypainterin Christiane Rempel (weltweit Platz 2 in Kategorie Camouflage), wie spannend und vielfältig Bodypainting als Kunstform ist! Der Perspektivwechsel durch Bodypainting ist queer empowerment pur! Coronabedingt üben wir das Bodypainten am eigenen Arm oder Bein.

Anwendbar und praxisnah: Nach diesem kreativen Empowerment-Teil wollen wir dann auch im weiteren Teil (III) darüber reflektieren, wie wir gerade als SCHLAUis Jugendlichen mit ähnlichen Eigenschaften zu ihrem Empowerment verhelfen können. Wir wollen u.a. Argumentationsstrategien und Tools für den Umgang mit Diskriminierung an die Hand geben, und auch wichtiges Wissen zu Themen wie Marginalisierung und Umgang mit White Fragility vermitteln, damit ihr euch wappnen könnt.

Safer Space Policy:

Am gesamten Wochenende schaffen wir euch und uns einen Safer Space, sodass wir Personen mit intersektionalen Diskriminierungserfahrungen uns in Ruhe austauschen und empowern können, ohne unnötige Rechtfertigung und Erklärbärfunktion, wie es sonst so oft ist im Gespräch mit unseren weißen und deutschen Freund*innen. Da die Diskriminierungserfahrungen von B_POC und migrantischen oder migrantisierten Queers doch recht unterschiedlich sind und wichtig sind separat zu besprechen, werden wir auch teilweise getrennt in die Empowerment-Übungen gehen und so Safer Spaces für B_POC und den Migranti*s machen. Dafür sind wir, Sakura als Queer POC und Jessica als migrantisierte Queer, im Tandem, um eben unterschiedliche mehrfach marginalisierte SCHLAUis aufzufangen! 😊

Wir freuen uns auf euch! Sendet uns gerne auch Wünsche oder Ideen zu, die Ihr am Wochenende mit anderen Queers of color und Queers mit Migrationsgeschichte besprechen oder machen wollt! Es ist ein Wochenende für euch!

Viele Grüße

Sakura & Jessica

Thema dieses zweiten Abends wird die kritische Auseinandersetzung mit den im Ideenforum I (1) erarbeiteten Formaten sein. Was funktioniert für die SCHLAUe Bildungsarbeit gut, was funktioniert vielleicht nicht so gut? Wie können Teamer_innen von SCHLAU eine gute Entscheidung für sich treffen, wie sie biografisch in digitalen Workshops arbeiten möchten?

Herzlich willkommen sind alle Menschen des SCHLAU Netzwerkes, auch wenn ihr bisher keine digitalen Formate geteamt habt.

 

Rassismussensibilisierungsschulung

Was?

Auf dieser Schulung, erhältst du beispielhafte Einblicke, wie Rassismus wirkt. Es wird Raum zum Austausch geben und du wirst eine Grundsensibilisierung und einen Start-Impuls bekommen, um eine rassismuskritische Haltung einzunehmen.

Neben verschiedenen Methoden und Beispielen, werden dir auch Handlungsoptionen aufgezeigt, wie du dich Rassismus entgegenstellen kannst.

Wer?

Eingeladen sind alle SCHLAUis, die Interesse daran haben sich zu sensibilisieren und eine rassismuskritische Haltung einzunehmen. Diese Schulung soll eine Basisschulung darstellen. Das bedeutet, dass die Schulung ein guter Impuls ist, um sich dem Thema Rassismus anzunähern, auch wenn du dich (fast) noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hast.

Du bist natürlich auch eingeladen, wenn du dich schon viel mit der Thematik Rassismuskritik auseinandergesetzt hast, denn auch dein Wissen, kann in der Gruppe geteilt werden.

Begleiten und schulen werden euch Selo (sie) von SCHLAU Bochum und Manu (sie) aus SCHLAU Köln.

Wo und Wann?

Köln, am 10.12 von 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr

 

Wir gehen in die zweite Runde mit der Multiplikator*innen-Schulung für Sensibilisierungsworkshops!

Dieses Mal wollen wir explizit nicht nur B_POC und Migrantis (migrantische und/oder migrantisierte) einladen, sondern auch weiße und/oder deutsche SCHLAUis – denn wir wollen euch neben den gleichen Schulungsinhalten wie bei der ersten Runde dieses Mal auch Tools zum Allyship als nicht von rassistischer Diskriminierung betroffene Person mitgeben! Diese könnt ihr dann als wichtige Multiplikator*innen in die lokalen Teams weitergeben und dort besprechen, um so diversitätsoffene und -sensible SCHLAUi-Teams für alle zu schaffen. Es handelt sich um eine Schulung, um später selbst Sensibilisierungsschulungen im SCHLAU-Netzwerk durchführen zu können – mit Sonderzertifikat zur Sensi-Schulungs-Teamenden.

Was lernt ihr?

Wir werden am ersten Tag die Methoden besprechen und üben, die alle betreffen. Danach werden wir euch ein Beispiel für einen Sensibilisierungsschulungstag mitgeben. Der zweite Tag dreht sich um „whiteness“ und „allyship“: einerseits werden wir für die einen zu „critical whiteness“ Inputs geben, für die anderen den Umgang mit „white fragility“ vertiefen; bei dem Schwerpunkt allyship werden wir die Gruppen so dynamisch zusammenbringen, dass ihr euch gegenseitig helfen könnt und dabei die Methode zum allyship näher in der praktischen Umsetzung kennenlernt.

Der zweite Tag ist auch für diejenigen offen, die bereits an der ersten Runde der Multiplikator*innen-Schulung teilgenommen haben und den Themenkomplex um whiteness und allyship vertiefen wollen.

Zielgruppenspezifischer Input?

Für B_POC und Migrantis (migrantische und/oder migrantisierte) SCHLAUis: 

  • Wie sensibilisiere ich andere SCHLAUis zur mehr antirassistischer Haltung?
  • Wie gehe ich mit der white fragility um, der ich immer wieder begegne, wenn ich über meine Diskriminierungserfahrungen spreche?
  • Wie kann ich meinen weiß-deutschen Teamenden helfen, Ally für mich zu sein?

Für „weiße“-deutsche SCHLAU-Teamende, bzw. Teamende ohne eigene Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung: 

  • Wie kann ich als weiß-deutsche Person im Trainer*innen-Team mit B_POC oder Migranti-SCHLAUis bei der Sensibilisierung mithelfen?
  • Wie werde ich als weiß-deutsche Person zum guten Ally? Wie bringe ich anderen wie mir selbst bei ein*e gute Ally zu werden?
  • Wie soll ich mich verbünden – worin besteht mein Allyship? Was heißt critical whiteness für mich in der Praxis?

Warum?

Die Antwort sollte euch klar sein: weil SCHLAU sein auch antirassistisch sein heißt! Dennoch gibt es schwierige Situationen in der SCHLAU-Arbeit, egal ob im Netzwerk selbst, in den Arbeiten mit Jugendlichen oder aber auch im Alltag. Empowere dich, um rassistische Vorfälle zu erkennen und reagieren bzw. einschreiten zu können und andere zu unterstützen! Diese Schulung wird dir auch im weiteren Lebenslauf bestimmt von großem Nutzen sein.

Habt ihr noch Fragen oder wisst nicht recht, ob ihr euch das zutraut? Meldet euch mit euren Fragen und Anliegen – Wir freuen uns auf euch!

Schöne Grüße,

Sakura & Jessica

 

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